Deutschlands zweitgrößter Kreditgeber, die Commerzbank, gab am Donnerstag bekannt, dass sie bis 2024 10.000 Stellen streichen und 340 Filialen schließen wird, da sie mit einer Umstellung auf Online-Banking und bargeldlose Zahlungsoptionen zu kämpfen hat.

Der Abbau wird einen von drei Arbeitsplätzen in Deutschland betreffen, teilte der Frankfurter Kreditgeber in einer Erklärung mit.

„Im Rahmen einer umfassenden Digitalisierung wird die Bank ihr Filialnetz von derzeit 790 auf 450 erheblich reduzieren“, sagte sie.

„Im Vergleich zu den für 2020 erwarteten Zahlen werden die Kosten bis 2024 um 1,4 Milliarden Euro oder rund 20 Prozent gesenkt.“

Die Commerzbank hatte wie ihr Rivale in der Nähe der Deutschen Bank bereits Tausende von Stellenkürzungen angekündigt, da sie Schwierigkeiten hat, sich an den geringeren Bedarf an stationären Filialen anzupassen.

Der in Schwierigkeiten geratene Kreditgeber hatte bereits im Laufe des Jahres 2020 den Verlust von 2.900 Arbeitsplätzen angekündigt und im Dezember angekündigt, zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 610 Mio. EUR zur Finanzierung der Kürzungen zu bilden.

Es war nicht klar, ob dieser Stellenabbau in der Zahl vom Donnerstag enthalten war.

Der Kreditgeber verzeichnete im dritten Quartal 2020 einen Nettoverlust von 69 Mio. € und schloss dabei 200 Filialen.

Ende September waren 39.600 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Commerzbank sagte, sie werde das Jahr voraussichtlich zum ersten Mal seit 2009 mit einem Nettoverlust beenden.

Die Aufgabe, die Bank wieder in Schwung zu bringen, wird ab Anfang 2021 ihrem neuen Chef, Manfred Knopf, einem Überläufer der Deutschen Bank, übertragen.

Die vorgeschlagenen Kürzungen werden auf einer Aufsichtsratssitzung im Februar erörtert.

Die Commerzbank „beabsichtigt, ihr Geschäftsmodell zu fokussieren und zu digitalisieren, die Kosten in allen Bereichen erheblich zu senken und ihre Rentabilität bis 2024 deutlich zu steigern“, sagte sie.

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